15.1.2026: Wichtiger 5:3 Sieg in Schwenningen

Was macht man an einem Eishockeyabend in Schwenningen? Richtig: Man gewinnt, wenn man Eisbär ist – und man sorgt dafür, dass es unterwegs nicht langweilig wird. Die Eisbären Berlin haben sich mit einem 5:3-Auswärtssieg gegen die Wild Wings nicht nur wichtige Punkte im Kampf um Platz sechs gesichert, sondern auch bewiesen, dass sie sich auf Doppelschläge genauso gut verstehen wie auf unnötige Strafzeiten. Eine Art Balanceakt zwischen eiskalter Effizienz und hitzköpfiger Rebellion.

Schon früh im Spiel legte Liam Kirk los wie ein ICE ohne Zwischenhalt – Tor Nummer zehn im zehnten Spiel in Serie, Rekord eingestellt, Applaus und Respekt! Kaum war der Jubel verklungen, klingelte es erneut im Schwenninger Kasten. Dieses Mal war es Korbinian Geibel nach einem feinen Tanz von Les Lancaster. Zwei Tore in 34 Sekunden – man nennt das wohl ein Statement.

Während die Wild Wings noch versuchten, Ordnung ins Chaos zu bringen, war bei den Eisbären schon die nächste Doppelschlag-Runde in Planung. Im zweiten Drittel machten erst Leo Pföderl per Onetimer und dann Eric Hördler per "Hallo, ich bin auch noch da!" innerhalb von 31 Sekunden das 3:0 und 4:0 klar. So effizient war zuletzt nur der Kaffeeautomat im Presseraum.

Schwenningen mühte sich redlich und war nicht so schlecht, wie das Ergebnis vermuten ließ – aber vorne blieb man glücklos, hinten manchmal zu offen. Erst kurz vor Drittelende kamen die Gastgeber durch Karachun in Überzahl auf die Anzeigetafel. Der Dank dafür geht aber an Jonas Stettmers unglücklichen Ausrutscher, der bei dem Treffer ein bisschen wie ein Bambi auf Glatteis aussah.

Im Schlussdrittel legte Marcel Noebels früh das 5:1 nach – und erreichte dabei mal eben so ganz nebenbei seinen 500. Scorerpunkt für die Eisbären. Eine beeindruckende Marke, die man mit einem Bier (alkoholfrei natürlich – Profis und so) feiern darf.

Dann allerdings wurde es ruppig und wild – weniger wegen der Checks, mehr wegen der Berliner Strafzeitenflut. Zwei weitere Powerplay-Tore für Schwenningen ließen den komfortablen Vorsprung auf einmal ziemlich dünn wirken. Beim Stand von 5:3 roch es kurz nach Nervenkitzel, doch am Ende retteten die Eisbären den Sieg über die Zeit – auch dank solider Verteidigungsarbeit und einem diesmal standfesten Jonas Stettmer.

Fazit: Starkes Spiel nach vorne, Rekorde purzeln, Meilensteine werden gefeiert – aber bitte, liebe Eisbären, weniger Strafzeiten. Sonst wird aus dem Eishockey-Krimi bald eine Horrorserie.

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