2.1.2026: Krise mit Ansage: Eisbären verlieren 2:3 gegen Frankfurt

Das neue Jahr hat gerade erst angefangen, da machen die Eisbären Berlin da weiter, wo sie aufgehört haben – mit einer Niederlage. 2:3 gegen die Löwen Frankfurt, sechste Pleite in sieben Spielen, und man fragt sich langsam, ob das Ganze noch als sportliche Durststrecke durchgeht oder ob wir schon im Kapitel "Krisenmanagement für Fortgeschrittene" angekommen sind.

Dabei fing alles ganz nett an: Peter-John Lee bekam eine schöne Geburtstagsshow, die Einlaufshow fiel dafür unter den Tisch – vermutlich auch, weil die Mannschaft dachte, sie spart sich das Spektakel gleich komplett für den Abend auf. Geschenkt wurde Lee immerhin ein frühes Tor – Matej Leden fälschte einen Schuss ab, 1:0 nach nicht mal drei Minuten. Alles gut? Leider nein.

Denn was dann kam, war ein Mix aus Chaos, Schlafwagen-Eishockey und einer Körpersprache, die irgendwo zwischen "Gleich geht der Wecker" und "Muss ich wirklich?" pendelte. Frankfurt, immerhin Vorletzter, hatte leichtes Spiel. Erst Matushkin mit dem Ausgleich, dann Pfaffengut im Powerplay – und die Eisbären? Reagierten wie jemand, dem man gerade den letzten Glühwein weggenommen hat: verzweifelt, aber irgendwie auch zu müde, um sich richtig aufzuregen.

In Drittel drei dann das kurze Aufbäumen – Liam Kirk, der Einzige mit Dauerstrom im Trikot, traf zum 2:2. Natürlich er. Wer sonst? Doch die Antwort der Löwen kam prompt – Konter, Querpass, Tor. Und das war’s dann auch. Trotz Empty Net und aller gut gemeinten Bemühungen, mehr als Verzweiflungsoffensiven sprang nicht heraus.

Ach ja, und auf der Bank? Gähnende Leere – nicht im Kader, aber im Gesichtsausdruck. Man hätte meinen können, man sitzt da einer Fortbildung zur Stressvermeidung bei. Vielleicht wäre genau das auch ein gutes Thema fürs nächste Mannschaftstraining.

Fazit: Wenn man gegen Frankfurt verliert und sich dabei defensiv so offenbart wie ein Adventskalender ohne Türchen, dann ist nicht nur das Spiel verloren, sondern auch ein Stück Hoffnung auf Besserung. Wer Platz sechs anpeilt, sollte aufhören, im Rückwärtsgang zu spielen – sonst sind es bald die Pre-Playoffs, die wie ein Hoffnungsschimmer wirken. Und das ist vielleicht das Bitterste an diesem Abend.

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