23.1.2026: Eisbären schnappen sich den 2:1 Sieg gegen Ingolstadt
Wenn 14.200 Eishockey-Fans an einem Freitagabend in Berlin auf ihre Eisbären treffen, dann ist klar: Es wird laut, es wird spannend – und mit ein bisschen Glück auch siegreich. Genau das dachten sich wohl auch die Hauptstädter selbst, als sie das letzte Heimspiel vor der Olympia-Pause mit einem knappen 2:1 gegen den ERC Ingolstadt eintüteten.
Zunächst sah’s allerdings gar nicht so gemütlich aus auf dem Eis. Die Gäste aus Ingolstadt waren von der ersten Sekunde an ziemlich forsch unterwegs – man könnte sagen, sie benahmen sich wie ungebetene WG-Mitbewohner: laut, dominant und ständig im Weg. Chancen? Hatten sie. Tore? Fehlanzeige – genauso wie die Eisbären, die in Drittel eins eher noch auf der Suche nach dem passenden Spielplan wirkten.
Doch dann kam Drittel zwei, und damit Ty Ronning, der Eisbären-Stürmer mit dem eingebauten Wecker: Nach gerade mal 53 Sekunden zappelte die Scheibe im Netz – Berlin jubelt, die Arena bebt. Allerdings nur kurz, denn Ingolstadt hatte offensichtlich auch noch ein Wörtchen mitzureden. Johannes Krauß konterte, wie man es im Lehrbuch nicht besser zeichnen könnte. Ausgleich. Und wieder alles offen.
Das letzte Drittel war dann ein wilder Tanz auf dünnem Eis – Torchancen hüben wie drüben, Adrenalin im Überfluss und ein Jonas Stettmer im Berliner Tor, der mit seinen Paraden das Nervenkostüm des Publikums vor dem völligen Zusammenbruch bewahrte. Dann, als sich alle innerlich schon auf Verlängerung und erhöhten Puls eingestellt hatten, kam Marcel Noebels mit dem Paukenschlag: 57. Minute, 2:1, Game over.
Fazit: Die Eisbären verabschieden sich mit einem Krimi vom Feinsten in die Olympia-Pause. Ingolstadt bleibt nur der Frust, Berlin der Applaus – und vielleicht die Erkenntnis, dass Eishockey eben auch ein bisschen Drama braucht, um richtig gut zu sein.
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