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Es werden Posts vom März, 2026 angezeigt.

31.3.2026: Matchpuck mit Biss: Die Eisbären lassen Straubing anbeißen und ziehen davon

Die Eisbären Berlin haben sich mit einem verdienten 2:1 gegen die Straubing Tigers den ersten Matchpuck in dieser Viertelfinalserie gesichert und dabei einmal mehr bewiesen, dass Playoff-Hockey nicht immer ein Offensivfeuerwerk sein muss. Manchmal reicht es auch, früh zuzuschlagen, hinten alles wegzuräumen und dem Gegner das Gefühl zu geben, gegen eine Wand aus Schlittschuhen, Schlägern und Berliner Sturheit anzulaufen. Genau das war an diesem Abend der Fall. Nach der deutlichen Pleite im ersten Spiel der Serie hat sich Berlin eindrucksvoll gefangen und liegt nun mit 3:1 vorne. Aus einer unangenehmen Ausgangslage ist plötzlich eine ziemlich gemütliche geworden. Gemütlich natürlich nur auf dem Papier, denn auf dem Eis wurde wieder gearbeitet, gerackert und verteidigt, als gäbe es dafür Überstundenbonus. Vor allem Ty Ronning drückte dem Spiel erneut seinen Stempel auf. Ein Assist, ein Tor, jede Menge Präsenz und dazu wieder dieser Eindruck, dass er in dieser Serie überall gleichzeitig au...

29.3.2026: Pulverturm? Eher Pulverfass: Eisbären holen sich mit 4:2 in Straubing das Heimrecht

Wer in Straubing auf einen gemütlichen Eishockeynachmittag gehofft hatte, wurde schon nach dem ersten Bully freundlich, aber bestimmt eines Besseren belehrt. Dieses dritte Viertelfinalspiel hatte alles, was Playoff-Hockey ausmacht: Tempo, Härte, kleine Nickeligkeiten nach dem Pfiff und eine Stimmung, bei der man sich sicher war, dass der Pulverturm seinen Namen nicht zufällig trägt. Mitten in diesem emotionalen Dauerfeuer behielten die Eisbären Berlin diesmal jedoch die Nerven, spielten reifer, kaltschnäuziger und nahmen mit einem 4:2-Sieg nicht nur die Führung in der Serie, sondern gleich auch das Heimrecht mit zurück in die Hauptstadt. Serge Aubin verzichtete dabei auf große Experimente und nahm nur minimale Änderungen am Line-up vor. Marcel Noebels und Yannick Veilleux tauschten die Reihen, ansonsten blieb fast alles beim Alten. Offenbar genau die richtige Mischung, denn diesmal verschliefen die Berliner die Anfangsphase nicht, sondern waren vom Start weg hellwach. Nach den ersten b...

27.3.2026: Ronning regelt: Eisbären beißen sich zum 2:1 gegen Straubing durch und gleichen die Serie aus

Die Eisbären Berlin haben auf die deftige Klatsche aus Spiel eins genau die Antwort gegeben, die man sich in den Playoffs wünscht: keine langen Diskussionen, keine Selbsthilfegruppe auf Kufen, sondern ein hart erarbeitetes 2:1 gegen die Straubing Tigers. Damit ist die Viertelfinalserie wieder ausgeglichen, und plötzlich sieht die Welt in Berlin schon wieder deutlich freundlicher aus. In den Playoffs geht es eben manchmal schnell: Erst Weltuntergang, zwei Tage später wieder vorsichtiger Optimismus mit leicht erhöhtem Puls. Dabei waren die Voraussetzungen vor dem Spiel durchaus interessant. Serge Aubin musste auf Markus Niemeläinen verzichten, weil dessen Nachwuchs kurz vor der Ankunft stand. Ein Ausfall aus den schönsten aller Gründe also. Dafür rückte Les Lancaster zurück in die Defensive, und auch in der Offensive wurde kräftig umgebaut. Die Botschaft war klar: Nach dem 1:5 in Straubing musste etwas passieren. Und die Eisbären lieferten diesmal keine poetische Aufarbeitung der Niederl...

24.3.2026: Die Eisbären wachen in Straubing erst auf, als der Wecker schon fünfmal geklingelt hat

Das hatten sich die Eisbären Berlin zum Start ins Playoff-Viertelfinale ganz sicher anders ausgemalt. Mit fünf Siegen in Serie und einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen reiste der Titelverteidiger nach Straubing, vermutlich mit dem festen Vorsatz, sich direkt das Heimrecht zu schnappen. Stattdessen gab es am Pulverturm eine Lehrstunde, die in ihrer Deutlichkeit weh tat. Am Ende stand ein hochverdientes 1:5, und man kam nicht umhin, sich zu fragen, ob die Berliner versehentlich erst zum zweiten Bully im Stadion angekommen waren. Serge Aubin sah zunächst keinen Grund, sein Line-up zu verändern. Verständlich, denn zuletzt lief es wieder rund, und mit Jonas Stettmer im Tor stand die erwartbare Lösung bereit, nachdem Jake Hildebrand verletzungsbedingt fehlte. Auf dem Papier sprach also durchaus einiges dafür, dass die Eisbären ordentlich in diese Serie starten würden. Auf dem Eis sprach nach nicht einmal zwei Minuten allerdings erst einmal nur noch Straubing. Denn was die Berliner im e...

15.3.2026: Eisbären buchen das Viertelfinale – und München durfte beim 5:1 nur kurz mal hallo sagen

Manchmal fühlt sich eine Hauptrunde an wie eine viel zu lange U-Bahn-Fahrt mit ständigem Halt zwischen Hoffnung, Frust und der Frage, warum das heute schon wieder so kompliziert sein muss. Für die Eisbären Berlin war genau das über weite Strecken der Saison der Fall. Doch pünktlich zum richtigen Moment haben die Berliner den Schalter gefunden, den Turbo gezündet und sich mit einem überzeugenden 5:1-Heimsieg gegen Red Bull München tatsächlich noch das letzte direkte Ticket für das Playoff-Viertelfinale gesichert. Fünf Siege in Serie, Platz sechs verteidigt und nun wartet mit den Straubing Tigers ein alter Bekannter. Langweilig wird es also ganz sicher nicht. Dass Serge Aubin sein Line-up erneut unverändert ließ, war dabei ungefähr so überraschend wie eine volle Arena bei einem entscheidenden Spiel. Warum sollte man auch etwas ändern, wenn die Mannschaft zuletzt endlich wieder so wirkte, als hätte sie sich daran erinnert, was sie eigentlich alles kann? Die Eisbären spielten in den vergan...

13.3.2026: Eisbären beißen Mannheim weg: 4:2, vierter Sieg in Serie und Platz sechs winkt immer frecher

Die Eisbären Berlin haben rechtzeitig zum Saisonendspurt offenbar den großen Schalter gefunden – und zwar nicht irgendeinen, sondern den für die besonders unangenehme Version ihrer selbst. Beim 4:2-Heimsieg gegen die Adler Mannheim feierten die Berliner den vierten Erfolg in Serie und untermauerten eindrucksvoll, dass sie mit Vollgas in Richtung direkte Playoff-Qualifikation marschieren wollen. Mannheim bekam das an einem Abend zu spüren, an dem Berlin zwar zwischenzeitlich einem Rückstand hinterherlaufen musste, insgesamt aber die aktivere, engagiertere und am Ende auch verdient siegreiche Mannschaft war. Trainer Serge Aubin sah verständlicherweise keinen Grund, seine zuletzt erfolgreiche Formation anzufassen. Warum sollte man auch an einem Gebilde schrauben, das in Köln schon mit Leidenschaft, Disziplin und einer gehörigen Portion Sturheit geglänzt hatte? Gegen den Erzrivalen aus Mannheim sollte genau dieses Rezept erneut greifen – und das tat es. Für die Eisbären ging es schließlich...

8.3.2026: Eiskalt in Köln: Die Eisbären klauen den Haien den Rekord und gleich noch drei Punkte dazu

Aus Sicht der Eisbären war das in Köln genau die Sorte Auswärtsspiel, die man sich wünscht: laut, eng, intensiv – und am Ende fährt der Gegner frustriert nach Hause, obwohl er eigentlich selbst die große Bühne für einen Rekordabend aufgebaut hatte. Die Haie wollten vor ausverkauftem Haus Geschichte schreiben, doch stattdessen haben die Berliner ihnen den Stift aus der Hand genommen und selbst die Pointe geliefert. Dabei begann die Partie zunächst so, als wollten die Kölner direkt ein Ausrufezeichen setzen. Schon nach 27 Sekunden mussten die Eisbären in Unterzahl ran, was aus Gästesicht ungefähr so angenehm ist wie ein Kaltstart ohne Kaffee. Aber Berlin überstand diese frühe heikle Phase souverän und ließ im Powerplay der Haie kaum etwas zu. Das war gleich ein erster Hinweis darauf, dass die Eisbären an diesem Nachmittag nicht nach Köln gereist waren, um beim Rekordversuch höflich Beifall zu klatschen. Köln machte zu Beginn Druck, hatte mehr vom Spiel und erspielte sich durch Niedenz ei...

6.3.2026: Wildes 5:4 in Nürnberg

Die Eisbären Berlin haben in Nürnberg genau das geliefert, was man im Saisonendspurt entweder liebt oder nur mit erhöhtem Puls übersteht: ein wildes, intensives, manchmal chaotisches und am Ende glückliches 5:4 bei den Ice Tigers. Schön war daran nicht alles, spannend dafür praktisch jede Minute. Und weil Bremerhaven zeitgleich patzte, durften sich die Berliner am Ende nicht nur über drei wichtige Auswärtspunkte freuen, sondern auch über Platz sechs. Das ist in dieser Phase der Saison ungefähr so gemütlich wie ein Sitzplatz mit Heizdecke. Dabei begann der Abend schon wieder mit schlechten Nachrichten. Korbinian Geibel fällt mit einer Schulterverletzung für den Rest der Saison aus, was die ohnehin angespannte Personalsituation in der Defensive noch einmal verschärft. Moritz Kretzschmar rückte dafür an die Seite von Adam Smith, und Serge Aubin blieb ansonsten bei seiner Aufstellung. Viel Auswahl ist im Moment eben auch eher ein romantisches Konzept als sportliche Realität. Von Beginn an ...

4.3.2026: 5:2 in Dresden: Die Eisbären erinnern sich rechtzeitig daran, dass sie Eisbären sind

Manchmal wirkt es bei den Eisbären Berlin so, als hätten sie ihre Playoff-Ambitionen kurz in der Kabine liegen lassen – und würden sie dann, wenn’s wirklich brenzlig wird, mit einem „Ach stimmt ja!“ wieder einsammeln. In Dresden war genau so ein Moment: 5:2 gewonnen, drei ganz wichtige Punkte eingepackt und den Rückstand auf Bremerhaven auf einen Punkt verkürzt. Platz sechs ist also wieder in Sichtweite – wie ein letztes Stück Pizza im Kühlschrank: plötzlich hochinteressant und auf einmal sind alle sehr motiviert. Dabei war die Ausgangslage ziemlich eindeutig verteilt: Dresden sportlich durch, aber mit dem verständlichen Wunsch, die Saison ordentlich zu Ende zu spielen. Berlin dagegen mit dem bekannten Motto „Direkt in die Playoffs wäre schon ganz nett, danke“ – und entsprechend war von Beginn an zu sehen, wer heute wirklich dringend was vorhatte. Personell mussten die Eisbären erneut improvisieren: Mitch Reinke und Lean Bergmann fielen verletzt aus. Dafür bekam die Defensive neue Paar...

1.3.2026: 1:3 gegen Bremerhaven: Der sechste Platz fährt schon mal ohne die Eisbären weiter

Es gibt Spiele, die sind so wichtig, dass man sie am liebsten mit drei zusätzlichen Pucks, einem Glückskeks und dem „Quäntchen“-Schalter auf Maximum bestreiten würde. Genau so ein Spiel war dieses direkte Duell um Platz sechs gegen Bremerhaven – und genau da haben die Eisbären Berlin am Sonntagnachmittag einen Rückschlag kassiert: 1:3, vier Punkte Rückstand, und das Szenario „Pre-Playoffs“ winkt schon von weitem wie ein gut gelaunter Ordner am Eingang: „Hier entlang, bitte.“ Dabei war der Rahmen eigentlich wie gemacht für einen dieser Tage, an denen in Berlin alles zusammenpasst: große Emotionen, Gänsehaut vor dem ersten Bully, und eine Arena, die sich erst feierlich und dann hoffnungsvoll aufgeladen hat. Florian Busch – die ehemalige Nummer 26 – wurde geehrt, sein Trikot unter das Arenadach gezogen, Videogrüße, Reden, Erinnerungen an den Overtime-Moment in Köln, der damals eine ganze Halle verstummen ließ. Und natürlich auch diese typische Busch-Note: am Flughafen gefühlt noch komplet...