25.1.2026: Eisbären verlieren auch in Frankfurt 4:1
Das war wohl nix mit dem Hauptstadt-Sturm. Statt sich an die Tabellenspitze heranzupirschen, wurden die Eisbären Berlin beim Ausflug nach Frankfurt eiskalt abserviert – und zwar mit einem 4:1, das schmerzhafter war als ein Slapshot ans Schienbein. Die Löwen Frankfurt, eigentlich mitten in der DEL-Krise, feierten ausgerechnet gegen den amtierenden Meister ihren ersten Sieg nach sieben Spielen. Und wir? Suchten zwischen Strafbänken, Powerplay-Pannen und Bauerntricks vergeblich den Berliner Biss.
Dabei fing’s gar nicht so schlimm an – zumindest, wenn man auf Statistik vertraut. Klar, Blaine Byron fehlt, und das Powerplay läuft seit Wochen eher wie eine Berliner U-Bahn bei Schneefall: stockend. Aber mit Jonas Stettmer im Tor und frischer Motivation im Gepäck schien zumindest ein Punkt drin zu sein. Stattdessen brüllten die Löwen los – und die Eisbären taumelten früh durch zwei Unterzahlsituationen wie Touristen ohne Stadtplan.
Als Carter Rowney dann in der 15. Minute das 1:0 machte, konnte man das Gefühl bekommen, dass die Löwen heute etwas vorhatten. Und was für ein Spiel der Mann ablieferte – in der 30. Minute zauberte er Stettmer per Bauerntrick komplett aus dem Spiel. 2:0. Berlin? Konnte reagieren, aber nicht treffen. Joyaux erhöhte kurz darauf auf 3:0 – spätestens da war klar: Heute wird das nichts mit dem entspannten Auswärtssieg.
Liam Kirk ließ kurz Hoffnung aufkommen – sein Treffer zum 3:1 in der 44. Minute zeigte: Die Eisbären leben noch! Und immerhin blieb genug Respekt für Andy Eder, als die Frankfurter sogar unsere Torhymne spielten. Schöne Geste, dickes Danke dafür!
Aber zurück zum Spiel: Die Crunch Time gehörte eindeutig den Hauptstädtern – bis Noebels mit einer Strafe für unsportliches Verhalten auch den letzten Funken Momentum abgab. Frankfurt bedankte sich artig und netzte zum 4:1 ein. Cameron Brace, bitteschön.
Und dann? 100 Sekunden doppelte Überzahl! Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Antwort: leider nie. Die Löwen verteidigten, als hätten sie einen Pakt mit dem Eishockey-Gott geschlossen – während die Eisbären weiter an ihren Special Teams verzweifelten.
Fazit aus Berliner Sicht: Eine Niederlage mit Warnsignal. Zu viele Strafen, zu wenig Präzision, zu wenig Killerinstinkt. Klar, es ist nur ein Spiel – aber wenn man Platz sechs oder besser im Blick hat, darf man sich solche Ausrutscher nicht leisten. Headcoach Serge Aubin wird analysieren, wir hoffen auf mehr Konsequenz im nächsten Spiel. Und das Powerplay? Vielleicht mal einen Exorzisten rufen. Irgendwas stimmt da nicht.
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