27.1.2026: Punktlos in Augsburg – oder: Wie man sich selbst ein Bein stellt

Es gibt Spiele, da fragt man sich am Ende: War das wirklich nötig? Die Eisbären Berlin haben sich in Augsburg mal wieder selbst ausgetrickst – und das trotz starkem Beginn. Denn eigentlich lief alles nach Plan: frühes Tor von Ty Ronning, stabile Defensive, ordentlich Zug zum Tor – der Hauptstadtklub hatte im ersten Drittel alles im Griff. Doch Eishockey wäre nicht Eishockey, wenn es so einfach wäre.

Im Mittelabschnitt drehten die Panther auf – und Berlin drehte ab. Statt weiter einfach zu spielen, wurde es plötzlich kompliziert. Turnover hier, Fehlpass dort, und schon war das Spielglück mit den Gastgebern. Spätestens mit dem Ausgleich durch Alexander Blank war klar: Das wird kein Spaziergang mehr.

Und dann kam das Schlussdrittel – oder besser gesagt: das Berliner Unterzahlfestival. Gleich zwei doppelte Unterzahlsituationen (einen Applaus für die Disziplin, bitte!) und eine große Strafe in der Crunchtime machten das Comeback quasi unmöglich. Augsburg nutzte die Gunst der Stunde, traf zum 2:1 und hielt den Vorsprung clever über die Zeit. Berlin? Suchte vergeblich nach Luft, Platz – und dem Ausgleich.

Fazit: Wer fast eine ganze Drittelhälfte mit einem Mann weniger spielt, braucht sich über eine Niederlage nicht wundern. Vielleicht kam die Olympiapause tatsächlich zur rechten Zeit – damit man sich in Berlin mal wieder darauf besinnt, dass weniger manchmal mehr ist. Weniger Strafen, weniger Kompliziertheit, mehr Punkte. Klingt einfach, ist es aber nicht. Aber hey – wenigstens bleibt bis zum 25. Februar genug Zeit zum Nachdenken. Da geht’s dann gegen Straubing. Vielleicht ja mit Vollbesetzung.

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