27.9.2026: 4:0 gegen Iserlohn – souveräner Sieg mit Luft nach oben
Viertes Saisonspiel, dritter Sieg: Die Eisbären Berlin haben die Iserlohn Roosters mit 4:0 geschlagen und damit ein erfolgreiches Wochenende abgeschlossen. Nach dem wilden 6:5 nach Penaltyschießen am Freitag in Köln war das diesmal eine deutlich ruhigere Angelegenheit. Berlin kontrollierte die Partie über weite Strecken, erzielte vier Tore und ließ hinten nichts zu. Allerdings machte es der Tabellenletzte aus Iserlohn den Eisbären auch nicht besonders schwer.
Éric Dubois rotierte erneut. Mitch Reinke kehrte in die Mannschaft zurück, Korbinian Geibel bekam eine Pause. Im Tor durfte erstmals Jonas Neffin ran, während Jack LaFontaine als Backup auf der Bank saß. Neffin machte seine Sache ausgezeichnet, wurde von seinen Vorderleuten aber auch gut unterstützt.
Die Eisbären bestimmten von Beginn an die Partie, ohne offensiv zu glänzen. Zwischenzeitlich lautete das Schussverhältnis 11:0 für Berlin, trotzdem dauerte es bis zum zweiten Powerplay, ehe die Führung fiel. Mitch Reinke zog von der blauen Linie ab und Markus Vikingstad fälschte entscheidend zum 1:0 ab. Verdient war die Führung allemal, auch wenn aus der deutlichen Überlegenheit zunächst mehr hätte herausspringen können.
Im zweiten Drittel sorgte Manuel Wiederer für einen der Höhepunkte. Ausgerechnet in Unterzahl eroberte er die Scheibe, lief alleine auf Andreas Jenike zu und verwandelte souverän zum 2:0. Es war bereits sein drittes Saisontor und der zweite Treffer in Unterzahl. Wiederer gehört damit zu den positiven Überraschungen des Saisonstarts.
Danach hätten die Eisbären die Partie früher endgültig entscheiden können, ließen aber einige Möglichkeiten liegen. Gegen Iserlohn blieb das folgenlos, doch gerade bei der Chancenverwertung ist noch Luft nach oben.
Auf Liam Kirk und Ty Ronning ist dagegen weiterhin Verlass. Ronning bereitete das 3:0 vor, Kirk bekam viel zu viel Platz und nutzte diesen konsequent. Kurz vor der zweiten Pause war Ronning selbst an der Reihe. Über Kirk und Freddy Tiffels kam die Scheibe zum Berliner Torjäger, der auf 4:0 stellte. Ronning hat damit in allen vier bisherigen Saisonspielen getroffen. Die Reihe um Kirk, Tiffels und Ronning ist derzeit der auffälligste Teil der Berliner Offensive.
Nach dem 4:0 war die Partie entschieden. Die Eisbären verwalteten den Vorsprung, Iserlohn bemühte sich noch um den Anschlusstreffer. Besonders unterhaltsam war das Schlussdrittel nicht mehr, wirklich gefährdet war der Berliner Sieg aber zu keinem Zeitpunkt.
So rückte Jonas Neffin noch einmal in den Mittelpunkt. Der ehemalige Iserlohner ließ auch im letzten Drittel keine Scheibe passieren und durfte bei seinem ersten Einsatz für die Eisbären direkt einen Shutout feiern. Viel besser kann ein Debüt kaum laufen.
Am Ende steht ein völlig verdienter 4:0-Heimsieg. Gegen einen schwachen Gegner erledigten die Eisbären ihre Aufgabe weitgehend souverän. Ronning trifft weiter, Kirk bleibt gefährlich, Wiederer hat bereits drei Saisontore auf dem Konto und Neffin nutzt seine erste Chance mit einem Shutout.
Drei Siege aus vier Spielen sind ein guter Start in die Ära Dubois. Noch funktioniert längst nicht alles, vor allem bei der Chancenverwertung gibt es Verbesserungspotenzial. Aber nach diesem Wochenende überwiegt das Positive: zwei Siege, eine weiterhin treffsichere Offensive und diesmal sogar die Null hinten.
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