25.10.2026: 4:1 in Schwenningen: Eisbären treffen zuverlässig – und brauchen LaFontaine

Zehn Siege aus zwölf Spielen, Tabellenführung verteidigt: Die Eisbären liefern weiter Ergebnisse. Das 4:1 in Schwenningen klingt allerdings souveräner, als es zwischenzeitlich aussah. Berlin nutzte seine Chancen konsequent, ließ im zweiten Drittel aber defensiv einiges liegen. Gut, dass Jack LaFontaine bei seiner Rückkehr ins Tor sofort hellwach war.

Éric Dubois hatte nach dem zähen Augsburg-Spiel die Sturmreihen umgebaut. Gabriel Fontaine rückte zu Liam Kirk und Ty Ronning, Frederik Tiffels zu Jean-Luc Foudy und Andreas Eder. Der Auftakt passte: Ronning verwertete einen Drei-gegen-eins-Konter zur Führung und verbuchte seinen 200. Scorerpunkt im Eisbären-Trikot. Berlin fand zunächst gut ins Angriffsdrittel und hatte die Partie weitgehend im Griff.

Im Mittelabschnitt ging diese Ordnung allerdings verloren. Schwenningen glich durch Alexander Karachun aus und brachte die Berliner Defensive auch danach mehrfach ins Schwimmen. Yannick Veilleux sorgte mit seinem zweiten Treffer des Wochenendes zwar für das 2:1, Ruhe brachte das zunächst wenig. LaFontaine musste verhindern, dass die Wild Wings ihre Druckphase auf die Anzeigetafel übertrugen. Wer vorne clever spielt, darf hinten trotzdem etwas weniger zur Unterhaltung beitragen.

Den entscheidenden Unterschied machte wieder die offensive Qualität: Kirk behauptete unter Bedrängnis die Scheibe und bediente Ronning, der kurz vor der zweiten Pause zum 3:1 traf. Statt eines möglichen Ausgleichs lag Schwenningen plötzlich zwei Tore zurück. Als Leo Pföderl im Schlussdrittel auch noch sein erstes Saisontor erzielte, war der Widerstand weitgehend gebrochen. Dass Wild-Wings-Torwart Joacim Eriksson dabei mithalf, dürfte Pföderl nach der langen Wartezeit herzlich egal gewesen sein.

Eine Reaktion auf Augsburg war erkennbar, eine durchgehend überzeugende Vorstellung war es erneut nicht. Positiv bleiben LaFontaines starker Auftritt und die Treffer von Veilleux und Pföderl, die neben der Topreihe gebraucht werden. Sechs Punkte am Wochenende nimmt man gerne mit. Die Unordnung vor dem eigenen Tor sollte trotzdem Thema bleiben – auch bei zehn Siegen aus zwölf Spielen.

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