7.10.2026: 4:3 in Salzburg: Eisbären verspielen fast eine 4:0-Führung – Achtelfinale erreicht, aber Warnsignal bleibt

Die Eisbären Berlin stehen im Achtelfinale der Champions Hockey League. Mit einem 4:3-Auswärtssieg bei Red Bull Salzburg sicherten sich die Berliner den dritten Erfolg in der Ligaphase. Doch statt eines souveränen Sieges wurde es am Ende eine unnötige Zitterpartie. Wer nach einer 4:0-Führung noch um den Sieg bangen muss, hat definitiv nicht alles richtig gemacht.

Dabei begann die Partie nahezu perfekt. Gabriel Fontaine, Korbinian Geibel und Liam Kirk sorgten bereits im ersten Drittel für eine komfortable 3:0-Führung. Besonders Kirk zeigte mit drei Scorerpunkten in den ersten 20 Minuten einmal mehr seine herausragende Form. Als Jean-Luc Foudy nur 27 Sekunden nach Wiederbeginn auf 4:0 erhöhte, schien die Begegnung entschieden. Die Eisbären spielten effizient, kontrollierten das Geschehen und ließen Salzburg zunächst kaum zur Entfaltung kommen.

Doch anschließend zeigte sich ein Problem, das man sich auf diesem Niveau eigentlich nicht leisten darf. Die Berliner nahmen zunehmend Tempo und Intensität aus ihrem Spiel, während Salzburg immer besser in die Partie fand. Ein unnötiger Scheibenverlust von Kapitän Kai Wissmann leitete das erste Gegentor ein. Spätestens nach dem 2:4 im Schlussdrittel hätte die Mannschaft wieder konsequenter auftreten müssen. Stattdessen wirkten die Eisbären zunehmend passiv, verloren Zweikämpfe und überließen den Gastgebern die Initiative. Nach dem 3:4 in der 53. Minute musste sogar noch um den Sieg gezittert werden.

Natürlich zählt am Ende das Ergebnis. Der Einzug ins Achtelfinale ist verdient, und auch die Tatsache, dass sich neben Kirk weitere Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten, ist erfreulich. Gerade Fontaine und Foudy lieferten wichtige Argumente für mehr offensive Breite. Trotzdem darf dieser Erfolg nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Eisbären eine eigentlich entschiedene Partie beinahe noch aus der Hand gegeben hätten.

Vier Tore Vorsprung müssen reichen, um ein Spiel souverän zu Ende zu bringen. Stattdessen fehlten über weite Strecken die Konsequenz und die nötige Konzentration. Trainer Éric Dubois dürfte deshalb trotz des Weiterkommens genügend Gesprächsbedarf haben. Bereits am Freitag wartet mit Wolfsburg der nächste anspruchsvolle Gegner. Gegen die Grizzlys wird eine gute Anfangsphase allein nicht reichen. Die Eisbären haben in Salzburg erneut ihre offensive Qualität bewiesen, aber auch gezeigt, wie schnell sie durch eigene Nachlässigkeiten einen Gegner zurück ins Spiel holen können.

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